Zweiter großer Streik für das Klima – 60.000 streikten in BerlinLesedauer ca. 2 Minuten

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Am 29.11.2019 fand der letzte Weltklimastreik statt. Das Treptow-Kolleg war leider nur durch wenige Kollegiat*innen vertreten. Gerade am Tag des Weltklimastreiks habe ich mit einem höheren Engagement gerechnet. Toll war es trotzdem:

Wir trafen uns mit unseren Schildern und warmen Klamotten um 11:45 Uhr vorm „Madame Tussauds“, wie beim letzten Mal. Mit 60.000 Teilnehmenden waren es dieses Mal knapp 210.000 Menschen weniger, die eine neue Umwelt- und Klimapolitik forderten, verglichen mit dem Weltklimastreik vom 20. September 2019.

Headliner wie „Lary“, „Dota“ und „SEEED“ lieferten auf der großen, nicht überdachten, Bühne am Brandenburger Tor eine unglaubliche Performance ab. Peter Fox, der Frontsänger von SEEED, mahnte Teilnehmende mit den Worten: „Checkt auch euren eigenen Lifestyle!“ Er schätzte die Anwesenheit vieler Demonstrierender und lobte das Engagement, das jede*r mit der bloßen Anwesenheit entgegenbringe. – Ich kann mich dem nur anschließen und freue mich über die rege Teilnahme. „Uns ist die Zukuft nicht egal!“

Die meisten Demonstrierenden haben ihren Abfall jedoch (absolut erwartet) vernünftig entsorgt und ich konnte niemanden feststellen, der seinen Abfall einfach hat fallen lassen. Alle waren sich des eigenen Handelns bewusst und alle haben darauf geachtet, dass kein Müll zurückbleibt. – Dafür, dass dort 60.000 Menschen waren, lagen sehr wenig Plastikbecher herum. Meine Beobachtungen aus 2 Klimastreiks zeigen mir nun auch, dass die Leute, die z.B.: in der WELT beschrieben werden, zumindest in Berlin, nicht existieren. Hier hat jeder auf den Anderen geachtet und sich gegenseitig angeleitet.

Viele bunte Schilder – Alle Bilder: Bastian Herbsleb

Auch der Zusammenhalt der unterschiedlichen Gruppierungen, von den „Omas gegen Rechts“ bis zum antikapitalistischen Block, war herausragend. Wenn man dabei war, merkte man, dass alle wegen eines Ziels dort sind. Dass jeder der Anwesenden Demonstrierenden für das gleiche Ergebnis geradesteht. Dafür, dass die Politik endlich die Notwendigkeit einer Klimadebatte erkennt und die richtigen Schritte in ausreichendem Maße an den Start bringt.

Über den*die Autor*in

Bastian Herbsleb
Bastian Herbsleb
Basti ist Redakteur der KoZ und seit der ersten Stunde Feuer und Flamme für dieses Projekt.