Würstchen im BratkopfLesedauer ca. 3 Minuten

Eine kleine Geschichte über die Zerfickung unseres Gehirns

In den modernen Medien, selten auch in den alten, treffen wir in letzter Zeit gelegentlich auf Beiträge, welche sich mit der Corona-Krise beschäftigen. Kurz wird erläutert, worum es geht.*
Dann kommt eine kurze Diskussion mit einer einhelligen Meinung…

…Bullshit!

Der DFB hat nachgezählt und 666.666 Sendungen zum Thema in Deutschland gefunden. Ich bin ebenfalls der Meinung, die Geldköppe sollten mal wieder Fußball spielen. Daraus wird wohl nichts, da nach 2 Monaten zu Hause rumgammeln und Konsole zocken, das hochtrainierte Gehirn des Profifußballers wohl eher einer schwarzen Masse, als einen Transrapid gleicht.

Glaubt ihr nicht? Na dann!

Stellt euch vor, ihr seid eine Wurst. Ob ihr nun eine völlig gesunde tierische Bratwurst oder eine labbrige vegetarische Weißwurst seid, ist euch überlassen. Hauptsache Wurst! Ihr werdet also erzeugt und landet im Geschäft. Zur Zeit ist es in den Geschäften eh so lala. Nachdem ihr also ins Körbchen oder in das Einkaufswägelchen neben vielen lang haltbaren Lebensmitteln gequetscht wurdet und an der Security, wie 007, vorbeigeschlichen seid, landet ihr erstmal im Kühlschrank. Das gleicht den ersten Tagen in der Abgeschiedenheit. OK… Ihr könntet noch ein Gespräch mit der Butter von nebenan führen, aber das ist auch nicht das, was ihr wollt. Ihr wollt endlich euer Ziel erreichen und den Magen eures Bestimmers verköstigen. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem es vorwärts geht und ihr einen Blick auf Kartoffeln und Sauerkraut werfen könnt. Das ist der Moment, indem ihr wieder Hoffnung schürt, dass es bald wieder losgeht.

Nun geht es weiter in die Pfanne. Bald solls erledigt sein und euer größter Wunsch wird euch erfüllt. Endlich raus aus der Hölle der Isolation. Doch, von wegen! Der Bestimmer macht sich erstmal vom Acker. Ihr wartet und brutzelt vor euch hin. Nach 10 Minuten spürt ihr ein kleines Kribbeln und werdet gerade noch bevor ihr dunkel statt knusprig seid umgedreht. Neues Spiel, alte Regeln!

Wieder werdet ihr allein gelassen. Wartet darauf, das etwas passiert, aber das einzige was passiert ist, das nix passiert. Vielleicht ist es eure Schuld, ihr hättet euch auch selbst umdrehen können.

Trotzdem keiner da, der euch nochmal dreht oder die Pfanne mit Öl schmiert.

Also spürt ihr die Hitze in euch aufsteigen, merkt wie ihr hart verkrustet und zergeht in euch.
Diesmal hat es zu lang gedauert. Ihr seid verbrannt und die Hunde freuen sich über ein köstliches Abendmahl. ¡Servus!

Über den*die Autor*in
Dirk Stefanski

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